| Die Republik China ist ein souveräner Staat, der seine eigene Landesverteidigung aufrechterhält und seine eigene Außenpolitik durchführt. Sie unterhält volle diplomatische Beziehungen zu 23 Ländern und hat gehaltvolle Beziehungen mit über 140 anderen. Sie ist aktives Mitglied in 28 zwischenstaatlichen Organisationen wie der Welthandelsorganisation (WTO), dem Forum der asiatisch-pazifischen wirtschaftlichen
Zusammenarbeit (APEC) und der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB).
Dank einem bedeutenden Durchbruch im Mai 2009 ist Taiwan nach jahrelangen Bemühungen heute offizieller Beobachter in der Weltgesundheitsversammlung (WHA) von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Vereinten Nationen (UN). Darüber hinaus hat die Republik China Beobachterstatus oder ist assoziiertes Mitglied in 20 weiteren zwischenstaatlichen Organisationen und ihren untergeordneten Gremien wie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der Interamerikanischen Entwicklungsbank und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Gleichzeitig beteiligen sich taiwanische Nichtregierungsorganisationen (NGOs) an den Aktionen von über 2100 internationalen NGOs.
Trotzdem wird Taiwan weiterhin aus den meisten wichtigen internationalen Organisationen wie den UN herausgehalten, und die Republik China kann auch keine formalen diplomatischen Beziehungen mit vielen Ländern aufbauen, die sich dafür entschieden, die Behörden in Beijing anzuerkennen. Dennoch ist die Republik China vollkommen in der Lage und bereit, alle Verpflichtungen eines Mitgliedsstaates zu erfüllen; sie hat eine größere Bevölkerung als über drei Viertel der Länder der Welt; ist eine bedeutende Wirtschaftsmacht; arbeitet eng mit anderen Regierungen zusammen, um Terrorismus und internationales Verbrechen zu bekämpfen; und ist vor allem ein leuchtendes Beispiel für eine freie und demokratische Gesellschaft, die sich bemüht, im Einklang mit internationalen Abkommen über Menschenrechte zu handeln.
Trotz der Beschränkungen der Fähigkeit der Republik China, sich voll an wichtigen internationalen Organisationen zu beteiligen, fühlt sie sich weiterhin verpflichtet, ihr Gewicht in die internationale Gemeinschaft einzubringen, um eine bessere Welt zu schaffen. Abgesehen
davon, dass der öffentliche und der private Sektor des Landes ihre Erfahrungen bei wirtschaftlichem Erfolg unter dem APEC-Rahmengebilde und durch Entwicklungsprogramme, die der Internationale Kooperations- und Entwicklungsfonds (ICDF) fördert, mit der Weltgemeinschaft teilen, sind sie außerdem aktiv bei der Bereitstellung von humanitärer Hilfe in der ganzen Welt. Die Internationale Gesundheitsaktion Taiwan (TaiwanIHA) koordiniert medizinische Hilfseinsätze in aller Welt, und etwa 30 NGOs in der Republik China haben Katastrophenhilfe in über 50 Ländern geboten.

Staatspräsident Ma Ying-jeou und sein guatemaltekischer Amtskollege Alvaro Colom Caballeros grüßen im Mai 2009 mit ihren Ehefrauen die Öffentlichkeit in Guatemala City. (Foto mit freundlicher Genehmigung des Präsidialamtes)
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