Kunst liegt in der Luft: Eröffnungskonzert des Taiwan Film Festival 2020 online und die Ausstellung der taiwanischen Künstlerin Yang Chi Chuan im Künstlerhaus Bethanien

2020柏林臺灣影展開幕音樂會直播活動

Das Taiwan Film Festival 2020 wurde am 21. August 2020 im Taiwan Kultursaal am Gendarmenmarkt zu den Klängen taiwanischer Musik und einem Rückblick auf Taiwan im Film online eröffnet.

Die Violinistin Tailing CHI und der Pianist Chia-Lun HSU spielten zum Auftakt Tyzen HSIAOs Das Lied von Taiwan sowie Reiher von Hsiao-Feng CHANG und weitere Werke des taiwanischen Komponisten Ching-Ju SHIH und anderen. Die melodiöse Musik war für die anwesenden Gäste und das Publikum des Live-Webcasts sehr berührend und ließ gerade bei den Zuhörern aus Taiwan Heimweh nach ihrer Schatzinsel aufkommen, was auch in den vielen Nachrichten und Kommentaren zu lesen war.

In seinem Grußwort betonte der Botschafter Prof. Dr. Jhy-Wey Shieh: „Die ruhige und harmonische Musik bringt uns nicht nur in Verbindung nach Hause zu unserer Heimat, sondern ermöglicht es Menschen aus der ganzen Welt, die schöne kleine Inseldemokratie Taiwan gemeinsam kennen zu lernen.“ Der Livestream des Konzerts wurde von mehr als 7.000 Menschen gesehen, was angesichts der aktuellen Umstände eine bemerkenswerte Reichweite ist.

Nach dem Konzert fuhr Botschafter Shieh zur Eröffnung der Artist-in-Residence-Ausstellung im Künstlerhaus Bethanien, wo die aus Taiwan stammende Residenzkünstlerin Chi-Chuan YANG ihr neues Werk „Plastonki“ vorstellt: Mit einer Installation aus Holz, von der Künstlerin gefertigten glasierten tönernen Repliken von Treibholz und Plastikteilen, arrangiert einem Strandstreifen aus Sand, lädt die Künstlerin den Betrachter dazu ein, über den Einfluss des Menschen auf die Umwelt nachzudenken.

Die für ihre Kreationen verwendeten und auch selbst hergestellten Materialien stammen aus Taiwan und Berlin. Beispielsweise wurden die Tonarbeiten in Taiwan bzw. Berlin gebrannt. Die harte Textur unterscheidet sich von der Plastikflasche oder –schale selbst, was einen sehr interessanten Kontrast bildet. Drei Tonnen Sand wurden verwendet, um die Ecken der Ausstellungshalle auszukleiden. Das benötigte Holz wurde von den nahe gelegenen Prinzessinnen-Gärten geliehen, um unnötige Ressourcenverschwendung auch in der Kunst zu vermeiden.

Botschafter Shieh konnte nicht umhin, Taiwans Künstler für ihre Ideen und Energie sowohl in der Kunst als auch im Umweltschutz zu loben.